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Datenschutz im Auto, oder der gläserne Autofahrer

Das europaweite Notrufsystem eCall ist seit 2015 für die meisten Neuwagen verbindlich. Bei einem Unfall wird über Fahrzeugsensoren automatisch die Notrufstelle kontaktiert und die bei einem Unfall relevanten Informationen übermittelt. Eine solche Einrichtung kann durchaus wertvolle Menschenleben retten, insbesondere, wenn der Verunfallte selbst nicht mehr in der Lage ist einen Notruf abzusetzen. Mittlerweile ist jedem bewusst, dass unsere Autos fahrende Computer sind. Die IT (Informationstechnik) im Auto dient verschiedenen Funktionalitäten, die der Fahrer teilweise bewusst nutzt, welche aber auch unsichtbar im Hintergrund für den Fahrer, ihre Arbeit verrichtet.

  • Zustandsanalyse des Kfz (Werkstatt, Hersteller)
  • Navigationshilfe
  • Notfallhilfe (z. B. eCall)
  • Unfall- und Ereignisdokumentation
  • Telefonie und elektronische Kommunikation
  • Abrechnungsgrundlage für Versicherung, Miete
  • Sicherheitskommunikation (car2car) bis zu Automotive
  • Crowdsourcing (Verkehrsgeschehen, Wetter …)
  • Unterhaltung (Radio, Internet, Video …)
  • Dem ein oder anderen stellt sich zwangsläufig die Frage, wo diese anfallenden Daten überall hinfließen. Die Daten verarbeitende Stellen sind KFZ-Hersteller, Kfz-Werkstätten und KFZ-Verkäufer, Halter des Fahrzeuges - Speditionen, Autovermieter, Arbeitgeber, Portal und Diensteanbieter wie z.b. Google, der jeweilige Netzanbieter, Anbieter von Apps und sonstige Vertragspartner wie Versicherungen und Werbeunternehmen. Betroffen sind davon der aktuelle Kfz-Halter, sowie der Kfz-Vorbesitzer, natürlich der Fahrer und seine Begleitpersonen, sowie sonstige Verkehrsbeteiligte. Was ist damit alles möglich? Und warum Datenschutz im Auto? Es war jahrelang kein Thema über das sich Autofahrer Gedanken machen mussten. Dies war auch nicht nötig, denn die Informationen landeten lediglich in den Speicherchips der elektronischen Steuergeräte und dienten dem Werkstattpersonal bei der Fehlerdiagnose. Heute jedoch haben die Autohersteller mehr Informationen über Ihre ausgelieferten Fahrzeuge als ihre Besitzer. Nicht nur der technische Zustand des Wagens wird ständig geprüft, sondern man weiß, welche und wie der Fahrer Musik hört, wo er sich befindet und ob er dabei im Stau steht. Die Hersteller nennen das Kundenbindung, wenn ohne Aufforderung die Vertragswerkstatt anruft und dem Besitzer mitteilt, dass die nächste Inspektion in 234 km fällig ist. Doch dieser "Service" wirft auch kritische Fragen auf. Für das Auto als umfassende Daten- und Informationsquelle gibt es immer mehr Interessenten. Die Daten werden per Mobilfunk abgerufen und von den Herstellern systematisch ausgewertet. Das Bewegungsprofil, erstellt durch Geodaten, seine Nutzung und Fahrweise könnten in Zukunft dazu verwendet werden um zum Beispiel Garantieanträge abzulehnen oder Versicherungsprämien anzuheben. In einem Heise Artikel ist zu lesen, dass die italienische Generali-Versicherung hierzu bereits Planung und Ausführung in erheblichem Umfang gestartet hat.
    hier zu lesen:
    Nicht jeder Autofahrer möchte, dass von ihm ein Fahrerprofil erstellt wird, jedoch kann man sich kaum schützen. Autobesitzer sollten sich beim Hersteller informieren, welche Daten in ihrem Wagen gesammelt und welche übertragen werden. Assistenzsysteme und Dienste, die aus technischen Gründen nicht benötigt werden kann man bewusst aktivieren oder deaktivieren. Politiker und Datenschützer fordern bereits Maßnahmen und Lösungen um die Privatsphäre des Autofahrers aufrechtzuerhalten. Mit anwendungsspezifischen Gesetzeslösungen für zum Beispiel eCall und Maut, verpflichtenden Datenschutz- und IT-Sicherheitszertifizierungen, identischen Industriestandards innerhalb der Automobilbranche und einheitlichen Verhaltensregeln könnte man bereits einiges bewirken.

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